<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Die Kompetenz des Säuglings</title>
	<atom:link href="http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/</link>
	<description>Respektvoller Umgang mit Kindern</description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Jan 2012 15:20:10 +0100</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: merin</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/comment-page-1/#comment-10841</link>
		<dc:creator>merin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 13:46:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/#comment-10841</guid>
		<description>Ich geh mal nur auf den letzten Beitrag ein: Der dort grammatikalisch nahegelegte Widerspruch ist nämlich ME keiner, denn auch das Dauernuckelkind wird sich irgendwann entscheiden den Nuckel beiseite zu tun und es kann sich sogar schon vorher entscheiden ihn zum Sprechen aus dem Mund zu nehmen. Wenn das Kind das will und wann es will.

Gerade beim Nuckeln finde ich es gemein das Kind zuerst dran zu gewöhnen und ihm später die Sache zu verbieten. ME ist bei den meisten Kindern der Nuckel ein Ersatz für die Brust: Die Mutter will nicht &quot;ständig stillen&quot; und schon gar nicht &quot;ewig&quot; und sie will die Unmutsäußerungen des Kindes nicht so oft hören, also gibt es den Nuckel. Aber selbst dem darf das Kind nicht selbst entwachsen.... meineTheorie ist somit, dass ein Kind den Nuckel weniger braucht, wenn es lange und nach Bedarf gestillt wird. Sicher gibt es auch hier Ausnahmen (Vielstillkinder die trotzdem &quot;plastenuckeln&quot;) aber der Ansatz scheitn mir zu stimmen. In jedem Fall denke ich, dass es nicht meine Aufgabe ist darüber zu entscheiden was mein Kind braucht, wenn es mir dies so deutlich kommunizieren kann wie im Falle der Dreijährigen mit Nuckelwillen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich geh mal nur auf den letzten Beitrag ein: Der dort grammatikalisch nahegelegte Widerspruch ist nämlich ME keiner, denn auch das Dauernuckelkind wird sich irgendwann entscheiden den Nuckel beiseite zu tun und es kann sich sogar schon vorher entscheiden ihn zum Sprechen aus dem Mund zu nehmen. Wenn das Kind das will und wann es will.</p>
<p>Gerade beim Nuckeln finde ich es gemein das Kind zuerst dran zu gewöhnen und ihm später die Sache zu verbieten. ME ist bei den meisten Kindern der Nuckel ein Ersatz für die Brust: Die Mutter will nicht &#8220;ständig stillen&#8221; und schon gar nicht &#8220;ewig&#8221; und sie will die Unmutsäußerungen des Kindes nicht so oft hören, also gibt es den Nuckel. Aber selbst dem darf das Kind nicht selbst entwachsen&#8230;. meineTheorie ist somit, dass ein Kind den Nuckel weniger braucht, wenn es lange und nach Bedarf gestillt wird. Sicher gibt es auch hier Ausnahmen (Vielstillkinder die trotzdem &#8220;plastenuckeln&#8221;) aber der Ansatz scheitn mir zu stimmen. In jedem Fall denke ich, dass es nicht meine Aufgabe ist darüber zu entscheiden was mein Kind braucht, wenn es mir dies so deutlich kommunizieren kann wie im Falle der Dreijährigen mit Nuckelwillen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rafa</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/comment-page-1/#comment-10792</link>
		<dc:creator>Rafa</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 15:53:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/#comment-10792</guid>
		<description>Hab zufällig gelesen, dass Dauernuckeln an den Schnuller, insbesondere bei längeren Schlafphasen und beim reden, die Sprachentwicklung.stört. Irgendwie logisch, dass manch ein &quot;unerzogenes&quot; Kind sich mit 3 Jahren noch kein Wort richtig artikulieren kann und so redet, als hätte es immer noch was in den Mund. 

Was ist wichtiger: das Momentane Bedürfnis des Babys oder sein Recht sich später deutlich äußern zu können?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hab zufällig gelesen, dass Dauernuckeln an den Schnuller, insbesondere bei längeren Schlafphasen und beim reden, die Sprachentwicklung.stört. Irgendwie logisch, dass manch ein &#8220;unerzogenes&#8221; Kind sich mit 3 Jahren noch kein Wort richtig artikulieren kann und so redet, als hätte es immer noch was in den Mund. </p>
<p>Was ist wichtiger: das Momentane Bedürfnis des Babys oder sein Recht sich später deutlich äußern zu können?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rafa</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/comment-page-1/#comment-10744</link>
		<dc:creator>Rafa</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 09:57:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/#comment-10744</guid>
		<description>Natürlich muss das Baby so früh noch nicht _begreifen_ dass es grenzen gibt, aber mit grenzen in Kontakt treten. Ich will nur den Zusammenhang vom Baby zum Kind darstellen. Es ist ja auch eine Entwicklung, die vom Säuglingsalter bis zum erwachsen werden durchgehend und auf einander aufbauend geschieht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich muss das Baby so früh noch nicht <em>begreifen</em> dass es grenzen gibt, aber mit grenzen in Kontakt treten. Ich will nur den Zusammenhang vom Baby zum Kind darstellen. Es ist ja auch eine Entwicklung, die vom Säuglingsalter bis zum erwachsen werden durchgehend und auf einander aufbauend geschieht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rafa</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/comment-page-1/#comment-10742</link>
		<dc:creator>Rafa</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 08:46:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/#comment-10742</guid>
		<description>Ich benutze ab und zu auch eine Wippe und ich muss sagen, dass das meine Kleine sehr wohl ihre Füße anfassen kann, sofern sie ohne Windel drin sitzt. 
Ich setze sie z.B. darein wenn ich alleine bin und duschen muss. Ich kann sie nicht im Wohnzimmer alleine lassen während ich dusche. 
Auch wenn ich essen möchte, setze ich sie rein und lass sie zuschauen. 
Im Tragetuch geht es nicht, weil sie sich drin bewegen möchte und ich ganz einfach nicht essen kann.
Sie langweilt sich,wenn ich sie auf dem Boden lasse... Ich finde es auch wichtig, dass sie mich beim essen oder duschen zuschauen kann. Ich habe aber weder die Absicht, dass sie dabei essen oder duschen lernt *lach*....   
Ich benutze auch einen Tragetuch und bin der Meinung, dass wenn man das Baby 24/7 im Tragetuch trägt, seine Beweglichkeit noch viel mehr einschränkt wird als in der Wippe. 
Es gibt Kinder die sich wenig rühren, die weniger ihre Bedürfnisse ausdrücken können. Meine beschwert sich zum glück schon immer mehr oder weniger deutlich, wenn ihr etwas nicht passt.
Man kann auch sein Baby missverstehen und Denken es würde gern die ganze Zeit getragen werden... Persönlich denke ich, dass man spätestens ab den 3. Monat (da kriegen die meisten Babys zum ersten mal eine art Selbst-bewusstsein, wenn es früher oder später ist, auch ok) sein Baby öfter mal allein lässt, damit es sich allein beschäftigen kann. Nicht damit es lernt allein klar zu kommen und man seine ruhe hat, sondern weil das auch ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt ist. Auch wenn es mal weint, weil es müde ist und der Tag ein bisschen zu viel war, ist es wichtig, dass es den Frust rauslassen kann und mit sich selbst &quot;schimpft&quot;. Ein Baby wird öfter frustriert sein, zum Beispiel, weil es versucht sich umzudrehen und es nicht klappt. Das Baby dabei zu helfen bloß damit es nicht weint ist kontraproduktiv.... 

Absolut jedes Kind muss lernen seine Bedürfnisse immer deutlicher auszudrücken. Wenn ich das Baby vollkommen umsorge, weil ich ja so unglaublich feinfühlig bin, bedeutet dass für mich, dass a) ich den ganzen Tag zumindest eine lange Zeit (mehre Wochen/Monate?)ausschließlich mit dem Baby beschäftigt bin und ich dieser Zeit ganz einfach nicht verfüge und b) dass das Baby (weil es sich instiktiv der Umständen anpasst) nicht lernen kann die oben von Emmi Pikler angesprochne Eigeninitiative zu ergreifen.

Jedes Kind muss auch irgendwann lernen (muss auch nicht seitens der Eltern gesteuert sein), dass gewisse Sachen ganz einfach nicht gehen, richtig? Die Grenzen sind vom Leben selbst gestellt. Wichtig ist dabei nicht dass das Kind weiß es Grenzen gibt, sondern die Sicherheit, die die Eltern dabei dem Kind bieten können. Z.b.: Ein Kind will auf dem Tisch spielen und die Mutter sagt &quot;Vorsicht, du fehlst runter&quot; und dass Kind tatsächlich dann runterfehlt, denkt sich das Kind dann (kann auch unbewusst passieren) &quot;aha, gut dass ich eine Mama hab, die sowas weiß)
Das ist jetzt nur ein Beispiel, es gibt tausend andere die dafür sprechen, dem Kind &quot;nein&quot; zu sagen und das bedeutet nicht Manipulation oder ähnliches
      
Es gibt Kinder und Kinder, es gibt Eltern und Eltern. Es gibt Es gibt Kinder, die viel zu sehr aktiv sind und Eigeninitiative haben. Natürlich ist es gut, wenn ein Kind lebhaft ist, aber in manchen Momenten kann man nicht anders handeln, als das Baby &quot;ruhig zu halten&quot; um seine eigene Bedürfnisse befriedigen zu können. Anders schafft man das allein nicht oder wenn man neben dem Baby noch andere Kinder hat.
Ich _muss_ meine Bedürfnisse befriedigen, anders kann ich mein Baby nicht gut versorgen.
Essen, schlafen, duschen ist das mindeste was man für sich (und letzen Endes auch für das Baby) machen kann... 

Sorry für das wirres schreiben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich benutze ab und zu auch eine Wippe und ich muss sagen, dass das meine Kleine sehr wohl ihre Füße anfassen kann, sofern sie ohne Windel drin sitzt. <br />
Ich setze sie z.B. darein wenn ich alleine bin und duschen muss. Ich kann sie nicht im Wohnzimmer alleine lassen während ich dusche. <br />
Auch wenn ich essen möchte, setze ich sie rein und lass sie zuschauen. <br />
Im Tragetuch geht es nicht, weil sie sich drin bewegen möchte und ich ganz einfach nicht essen kann.<br />
Sie langweilt sich,wenn ich sie auf dem Boden lasse&#8230; Ich finde es auch wichtig, dass sie mich beim essen oder duschen zuschauen kann. Ich habe aber weder die Absicht, dass sie dabei essen oder duschen lernt <strong>lach</strong>....   <br />
Ich benutze auch einen Tragetuch und bin der Meinung, dass wenn man das Baby 24/7 im Tragetuch trägt, seine Beweglichkeit noch viel mehr einschränkt wird als in der Wippe. <br />
Es gibt Kinder die sich wenig rühren, die weniger ihre Bedürfnisse ausdrücken können. Meine beschwert sich zum glück schon immer mehr oder weniger deutlich, wenn ihr etwas nicht passt.<br />
Man kann auch sein Baby missverstehen und Denken es würde gern die ganze Zeit getragen werden&#8230; Persönlich denke ich, dass man spätestens ab den 3. Monat (da kriegen die meisten Babys zum ersten mal eine art Selbst-bewusstsein, wenn es früher oder später ist, auch ok) sein Baby öfter mal allein lässt, damit es sich allein beschäftigen kann. Nicht damit es lernt allein klar zu kommen und man seine ruhe hat, sondern weil das auch ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt ist. Auch wenn es mal weint, weil es müde ist und der Tag ein bisschen zu viel war, ist es wichtig, dass es den Frust rauslassen kann und mit sich selbst &#8220;schimpft&#8221;. Ein Baby wird öfter frustriert sein, zum Beispiel, weil es versucht sich umzudrehen und es nicht klappt. Das Baby dabei zu helfen bloß damit es nicht weint ist kontraproduktiv&#8230;. </p>
<p>Absolut jedes Kind muss lernen seine Bedürfnisse immer deutlicher auszudrücken. Wenn ich das Baby vollkommen umsorge, weil ich ja so unglaublich feinfühlig bin, bedeutet dass für mich, dass a) ich den ganzen Tag zumindest eine lange Zeit (mehre Wochen/Monate?)ausschließlich mit dem Baby beschäftigt bin und ich dieser Zeit ganz einfach nicht verfüge und b) dass das Baby (weil es sich instiktiv der Umständen anpasst) nicht lernen kann die oben von Emmi Pikler angesprochne Eigeninitiative zu ergreifen.</p>
<p>Jedes Kind muss auch irgendwann lernen (muss auch nicht seitens der Eltern gesteuert sein), dass gewisse Sachen ganz einfach nicht gehen, richtig? Die Grenzen sind vom Leben selbst gestellt. Wichtig ist dabei nicht dass das Kind weiß es Grenzen gibt, sondern die Sicherheit, die die Eltern dabei dem Kind bieten können. Z.b.: Ein Kind will auf dem Tisch spielen und die Mutter sagt &#8220;Vorsicht, du fehlst runter&#8221; und dass Kind tatsächlich dann runterfehlt, denkt sich das Kind dann (kann auch unbewusst passieren) &#8220;aha, gut dass ich eine Mama hab, die sowas weiß)<br />
Das ist jetzt nur ein Beispiel, es gibt tausend andere die dafür sprechen, dem Kind &#8220;nein&#8221; zu sagen und das bedeutet nicht Manipulation oder ähnliches</p>
<p>Es gibt Kinder und Kinder, es gibt Eltern und Eltern. Es gibt Es gibt Kinder, die viel zu sehr aktiv sind und Eigeninitiative haben. Natürlich ist es gut, wenn ein Kind lebhaft ist, aber in manchen Momenten kann man nicht anders handeln, als das Baby &#8220;ruhig zu halten&#8221; um seine eigene Bedürfnisse befriedigen zu können. Anders schafft man das allein nicht oder wenn man neben dem Baby noch andere Kinder hat.<br />
Ich <em>muss</em> meine Bedürfnisse befriedigen, anders kann ich mein Baby nicht gut versorgen.<br />
Essen, schlafen, duschen ist das mindeste was man für sich (und letzen Endes auch für das Baby) machen kann&#8230; </p>
<p>Sorry für das wirres schreiben&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Niki</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/comment-page-1/#comment-9675</link>
		<dc:creator>Niki</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 23:05:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/#comment-9675</guid>
		<description>Hallo Merin,

es freut mich, dass das Abtippen des Textes Früchte trägt ;) und besonders Dein Satz
&gt;begreift man die Interaktion mit dem Kind als beidseitige Kommunikation, in dem anderen als &gt;reinen Versorgungsakt.
freut mich sehr! Auf solch einer Ebene wirst Du viel Freude mit Deinem Kind erleben!

Niki, mit dreifach beschenkter Freude ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Merin,</p>
<p>es freut mich, dass das Abtippen des Textes Früchte trägt ;) und besonders Dein Satz<br />
>begreift man die Interaktion mit dem Kind als beidseitige Kommunikation, in dem anderen als >reinen Versorgungsakt.<br />
freut mich sehr! Auf solch einer Ebene wirst Du viel Freude mit Deinem Kind erleben!</p>
<p>Niki, mit dreifach beschenkter Freude ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Merin</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/comment-page-1/#comment-9654</link>
		<dc:creator>Merin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 15:48:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/#comment-9654</guid>
		<description>Ich habe mir auch die Frage gestellt, das das denn konkret heißt, was Pickler schreibt. Interessanterweise bekam ich die Antwort beim nächsten Wickeln: Ich merkte, dass allein die Lektüre des obigen Textes meine Herangehenwesweise schon geändert hatte. Es macht doch einen großen Unterscheid, ob ich annehme, das Kind würde mich bewusst wahrnehmen und auch merken, was ich tue oder ob ich meine Tochter als passives Wesen wahrnehme. Bzw. ob ich annehme, dass sie mithelfen kann, trotzdem sie erst 4 Wochen alt ist, oder eben nicht. Ich würde sagen, in dem einen Fall begreift man die Interaktion mit dem Kind als beidseitige Kommunikation, in dem anderen als reinen Versorgungsakt.

Das heißt für mich: ich muss gar nicht überlegen, was das konkret heißt, sondern ich erfahre es im Tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir auch die Frage gestellt, das das denn konkret heißt, was Pickler schreibt. Interessanterweise bekam ich die Antwort beim nächsten Wickeln: Ich merkte, dass allein die Lektüre des obigen Textes meine Herangehenwesweise schon geändert hatte. Es macht doch einen großen Unterscheid, ob ich annehme, das Kind würde mich bewusst wahrnehmen und auch merken, was ich tue oder ob ich meine Tochter als passives Wesen wahrnehme. Bzw. ob ich annehme, dass sie mithelfen kann, trotzdem sie erst 4 Wochen alt ist, oder eben nicht. Ich würde sagen, in dem einen Fall begreift man die Interaktion mit dem Kind als beidseitige Kommunikation, in dem anderen als reinen Versorgungsakt.</p>
<p>Das heißt für mich: ich muss gar nicht überlegen, was das konkret heißt, sondern ich erfahre es im Tun.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Johanna</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/comment-page-1/#comment-8491</link>
		<dc:creator>Johanna</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 12:23:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/#comment-8491</guid>
		<description>Hallo Vengary, 

ich weiß nicht so recht, was du meinst – wie sieht denn &quot;normalerweise&quot; Erziehung im Säuglingsalter aus? ich bin bisher davon ausgegangen, dass allgemein bekannt ist, dass Kinder bis etwa 1 Jahr oder sogar noch länger gar keine Erziehung brauchen – diese Art zu denken ist schon lange veraltet. Sie verstehen ja noch gar nicht, warum du irgendwas machst, Erziehung im Sinne von &quot;Training&quot; funktioniert ja gar nicht. 

Was ich bisher mitbekommen habe in normalen Erziehungsforen ist, dass manche doch versuchen, ihre Säuglinge zu &quot;erziehen&quot;. Beispielsweise lassen sie sie schreien, &quot;damit sie lernen, dass Mama nicht immer kommen kann&quot;, &quot;damit sie schlafen lernen&quot;; sie heben sie nicht immer hoch, wenn sie auf den Arm wollen &quot;sonst wollen sie immer getragen werden&quot; oder wenn sie dann älter sind, sagen sie wiederholt &quot;Nein&quot; und geben den Kindern einen sehr leichten Schlag auf die Finger, das ist quasi &quot;Hunde-Konditionierung&quot;. Sie verlangen, dass die Kinder &quot;bitte&quot; und &quot;danke&quot; sagen, und sagen von klein auf: &quot;Wie sagt man?&quot;, oder ganz deutlich &quot;DANKE&quot; etc. Manche nehmen ihre Kinder nicht immer hoch, wenn das Kind danach verlangt, weil es lernen soll, dass es nicht alles kriegt, was es will. 

Antipädagogik geht ja grundsätzlich davon aus, dass Erziehung unnötig und schädlich ist. Sie geht aber auch von einem anderen Menschenbild aus: Kinder &quot;müssen&quot; keine Grenzen lernen – sie *werden* sie lernen. Es ist vollkommen klar, dass es genügend Grenzen gibt, die die Kinder erfahren werden, und ihre angeborene Kooperationsbereitschaft wird sie dazu anhalten, uns nach unserem Vorbild nach zu machen. Deshalb ist ein Vertrauensvorschuss angesagt – den Kinder übrigens auch gegenüber uns leisten, sie vertrauen darauf, dass wir ihnen vertrauen und keine bösen Absichten unterstellen. Auf Vertrauen kann dann statt Erziehung BEziehung aufbauen. 

Es ist allerdings recht schwer, einfach zu vertrauen, weil uns ja selbst nicht unbedingt immer vertraut wurde und allgemein Kindern nicht vertraut und auch wenig zugetraut wird. Kinder werden generell eher von oben herab behandelt. Ich möchte eher eine Beziehung auf gleicher Ebene herstellen, und das geht meiner Meinung nach nur, durch *Vermeidung* von Erziehung. 

Nun ist der Begriff &quot;Erziehung&quot; in diesem Zusammenhang sehr (str)eng gefasst – es geht hier um Manipulation (Kinder sollen durch Tricks oder wie man irgendwas formuliert dazu gebracht werden, X zu tun), Bestrafung, Belohnung, etc – alles, was zur bewussten Menschenformung beiträgt. Unbewusste Menschenformung können und wollen wir nicht &quot;abschalten&quot; – ist es vollkommen klar und natürlich, dass Einflüsse von überall auf das Kind und auf uns alle einwirken. 

Insofern sieht dann &quot;Erziehung&quot; im Säuglingsalter so aus, dass keinerlei &quot;Erziehungsmethoden&quot; angewandt werden! Vielmehr wird einfach auf die Bedürfnisse des Kindes eingegangen. Wir gehen davon aus, dass sog. &quot;Fehleverhalten&quot; immer ein (unbeholfener) Ausdruck des Kindes dafür ist, dass bestimmte Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. Es bringt also nichts, auf das Verhalten zu achten: &quot;Wie kann ich das Verhalten am besten abtrainieren, ändern oder unterbinden&quot;, sondern viel eher, bedürfnisorientiert zu handeln: &quot;Welche (ungestillten) Bedürfnisse liegen zugrunde, was kann ich tun, um die eventuell mit meinem Bedürfnissen kollidierenden Bedürfnisse des Kindes miteinander vereinbar zu machen?&quot;. 

Wenn also ein Kind schreit, hat es einen Grund dafür; wenn es haut, hat es vielleicht einfach nur Hunger und ist zusätzlich auch noch frustriert, dass es sich nicht ausdrücken kann. Oder es weint bitterlich – es wird nicht davon ausgegangen, dass es die Mutter einfach nur &quot;austricksen&quot; will, sondern es braucht ihre besondere Aufmerksamkeit – Hunger, Durst, Windel ist voll, es fühlt sich einfach nur einsam, eine Krankheit bahnt sich an, es ist müde oder will einfach nur eine Umarmung oder herumgetragen werden. Es bringt wie gesagt nichts, das Hauen, das Schreien oder das Meckern an sich zu versuchen, durch Tricks, durch Sticker, durch Belohnungen, durch Bestrafungen etc. abzutrainieren – vielmehr ist wichtig, dass die Bedürfnisse gestillt werden. Auch Erwachsene trainieren sich nicht ihre unangenehmen Verhaltensweisen ab – wenn sie durch Stress herumschreien, versuchen sie nicht, durch Training sich das Schreien abzugewöhnen, sondern sie versuchen, weniger Stress zu haben. (OK, es gibt vielleicht doch welche, die sich das Schreien versuchen abzugewöhnen, aber sinnvoller wäre es doch logischerweise, dass man die Ursachen und nicht die Symptome behandelt).

Bei einem Säugling sind die Bedürfnisse meist sehr einfach gestrickt: Es hat Hunger, es will getragen werden, es will gewickelt werden, es ist müde, es braucht Nähe, es möchte bei seinen Eltern schlafen (Familienbett), es will miterleben, was die Menschen tun (Tragetuch). 

Ich kann dir das Buch &quot;Auf der Suche nach dem verlorenen Glück&quot; von Jean Liedloff nur empfehlen. Wenn du eine Zusammenfasstung willst, kannst du Mal hier nachschauen: &quot;Zusammenfassung&quot;:http://www.unerzogen.de/weblog/2007/03/25/neu-hebammen-tagesmutter-und-babysitter-netzwerk/ – auch hier findest du gute Texte: &quot;Continuum Concept&quot;:http://www.continuum-concept.de/

Ansonsten ist &quot;Mensch Kind&quot; von Jan Hunt ein sehr gutes Buch, um &quot;einzusteigen&quot;, es liest sich auch sehr schnell. 

Ich möchte dir noch die Mailingliste ans Herz legen – dort kannst du dich mit anderen Müttern austauschen, wenn es so weit ist oder auch schon jetzt – und über Alltagsprobleme, kreative Lösungen und Theorie zu unterhalten und zu diskutieren.

Grüße
Johanna</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Vengary, </p>
<p>ich weiß nicht so recht, was du meinst – wie sieht denn &#8220;normalerweise&#8221; Erziehung im Säuglingsalter aus? ich bin bisher davon ausgegangen, dass allgemein bekannt ist, dass Kinder bis etwa 1 Jahr oder sogar noch länger gar keine Erziehung brauchen – diese Art zu denken ist schon lange veraltet. Sie verstehen ja noch gar nicht, warum du irgendwas machst, Erziehung im Sinne von &#8220;Training&#8221; funktioniert ja gar nicht. </p>
<p>Was ich bisher mitbekommen habe in normalen Erziehungsforen ist, dass manche doch versuchen, ihre Säuglinge zu &#8220;erziehen&#8221;. Beispielsweise lassen sie sie schreien, &#8220;damit sie lernen, dass Mama nicht immer kommen kann&#8221;, &#8220;damit sie schlafen lernen&#8221;; sie heben sie nicht immer hoch, wenn sie auf den Arm wollen &#8220;sonst wollen sie immer getragen werden&#8221; oder wenn sie dann älter sind, sagen sie wiederholt &#8220;Nein&#8221; und geben den Kindern einen sehr leichten Schlag auf die Finger, das ist quasi &#8220;Hunde-Konditionierung&#8221;. Sie verlangen, dass die Kinder &#8220;bitte&#8221; und &#8220;danke&#8221; sagen, und sagen von klein auf: &#8220;Wie sagt man?&#8221;, oder ganz deutlich &#8220;DANKE&#8221; etc. Manche nehmen ihre Kinder nicht immer hoch, wenn das Kind danach verlangt, weil es lernen soll, dass es nicht alles kriegt, was es will. </p>
<p>Antipädagogik geht ja grundsätzlich davon aus, dass Erziehung unnötig und schädlich ist. Sie geht aber auch von einem anderen Menschenbild aus: Kinder &#8220;müssen&#8221; keine Grenzen lernen – sie <strong>werden</strong> sie lernen. Es ist vollkommen klar, dass es genügend Grenzen gibt, die die Kinder erfahren werden, und ihre angeborene Kooperationsbereitschaft wird sie dazu anhalten, uns nach unserem Vorbild nach zu machen. Deshalb ist ein Vertrauensvorschuss angesagt – den Kinder übrigens auch gegenüber uns leisten, sie vertrauen darauf, dass wir ihnen vertrauen und keine bösen Absichten unterstellen. Auf Vertrauen kann dann statt Erziehung BEziehung aufbauen. </p>
<p>Es ist allerdings recht schwer, einfach zu vertrauen, weil uns ja selbst nicht unbedingt immer vertraut wurde und allgemein Kindern nicht vertraut und auch wenig zugetraut wird. Kinder werden generell eher von oben herab behandelt. Ich möchte eher eine Beziehung auf gleicher Ebene herstellen, und das geht meiner Meinung nach nur, durch <strong>Vermeidung</strong> von Erziehung. </p>
<p>Nun ist der Begriff &#8220;Erziehung&#8221; in diesem Zusammenhang sehr (str)eng gefasst – es geht hier um Manipulation (Kinder sollen durch Tricks oder wie man irgendwas formuliert dazu gebracht werden, X zu tun), Bestrafung, Belohnung, etc – alles, was zur bewussten Menschenformung beiträgt. Unbewusste Menschenformung können und wollen wir nicht &#8220;abschalten&#8221; – ist es vollkommen klar und natürlich, dass Einflüsse von überall auf das Kind und auf uns alle einwirken. </p>
<p>Insofern sieht dann &#8220;Erziehung&#8221; im Säuglingsalter so aus, dass keinerlei &#8220;Erziehungsmethoden&#8221; angewandt werden! Vielmehr wird einfach auf die Bedürfnisse des Kindes eingegangen. Wir gehen davon aus, dass sog. &#8220;Fehleverhalten&#8221; immer ein (unbeholfener) Ausdruck des Kindes dafür ist, dass bestimmte Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. Es bringt also nichts, auf das Verhalten zu achten: &#8220;Wie kann ich das Verhalten am besten abtrainieren, ändern oder unterbinden&#8221;, sondern viel eher, bedürfnisorientiert zu handeln: &#8220;Welche (ungestillten) Bedürfnisse liegen zugrunde, was kann ich tun, um die eventuell mit meinem Bedürfnissen kollidierenden Bedürfnisse des Kindes miteinander vereinbar zu machen?&#8221;. </p>
<p>Wenn also ein Kind schreit, hat es einen Grund dafür; wenn es haut, hat es vielleicht einfach nur Hunger und ist zusätzlich auch noch frustriert, dass es sich nicht ausdrücken kann. Oder es weint bitterlich – es wird nicht davon ausgegangen, dass es die Mutter einfach nur &#8220;austricksen&#8221; will, sondern es braucht ihre besondere Aufmerksamkeit – Hunger, Durst, Windel ist voll, es fühlt sich einfach nur einsam, eine Krankheit bahnt sich an, es ist müde oder will einfach nur eine Umarmung oder herumgetragen werden. Es bringt wie gesagt nichts, das Hauen, das Schreien oder das Meckern an sich zu versuchen, durch Tricks, durch Sticker, durch Belohnungen, durch Bestrafungen etc. abzutrainieren – vielmehr ist wichtig, dass die Bedürfnisse gestillt werden. Auch Erwachsene trainieren sich nicht ihre unangenehmen Verhaltensweisen ab – wenn sie durch Stress herumschreien, versuchen sie nicht, durch Training sich das Schreien abzugewöhnen, sondern sie versuchen, weniger Stress zu haben. (OK, es gibt vielleicht doch welche, die sich das Schreien versuchen abzugewöhnen, aber sinnvoller wäre es doch logischerweise, dass man die Ursachen und nicht die Symptome behandelt).</p>
<p>Bei einem Säugling sind die Bedürfnisse meist sehr einfach gestrickt: Es hat Hunger, es will getragen werden, es will gewickelt werden, es ist müde, es braucht Nähe, es möchte bei seinen Eltern schlafen (Familienbett), es will miterleben, was die Menschen tun (Tragetuch). </p>
<p>Ich kann dir das Buch &#8220;Auf der Suche nach dem verlorenen Glück&#8221; von Jean Liedloff nur empfehlen. Wenn du eine Zusammenfasstung willst, kannst du Mal hier nachschauen: <a href="http://www.unerzogen.de/weblog/2007/03/25/neu-hebammen-tagesmutter-und-babysitter-netzwerk/">Zusammenfassung</a> – auch hier findest du gute Texte: <a href="http://www.continuum-concept.de/">Continuum Concept</a></p>
<p>Ansonsten ist &#8220;Mensch Kind&#8221; von Jan Hunt ein sehr gutes Buch, um &#8220;einzusteigen&#8221;, es liest sich auch sehr schnell. </p>
<p>Ich möchte dir noch die Mailingliste ans Herz legen – dort kannst du dich mit anderen Müttern austauschen, wenn es so weit ist oder auch schon jetzt – und über Alltagsprobleme, kreative Lösungen und Theorie zu unterhalten und zu diskutieren.</p>
<p>Grüße<br />
Johanna</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: vengary</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/comment-page-1/#comment-8488</link>
		<dc:creator>vengary</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 10:29:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/babys/2006/12/10/die-kompetenz-des-sauglings/#comment-8488</guid>
		<description>hallo
ich bin ausgebildete kinderpflegerin (kids im alter von 0.5-4 jahre) und mache grad mein abi um frühkindliche erziehung zu studieren.bis jetzt habe ich sehr wenig erfahrungen mit der antipädagogischen erziehung, da diese in den schulen nicht gelehrt wird-also selbststudium :).
zu meiner eigendlichen frage: wie sieht nun konkret die erziehung im säuglingsalter aus? das würde mich brennend interessieren, weil werde bald auch mama,hoffentlich(risikoschwangerschaft)!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo<br />
ich bin ausgebildete kinderpflegerin (kids im alter von 0.5-4 jahre) und mache grad mein abi um frühkindliche erziehung zu studieren.bis jetzt habe ich sehr wenig erfahrungen mit der antipädagogischen erziehung, da diese in den schulen nicht gelehrt wird-also selbststudium :).<br />
zu meiner eigendlichen frage: wie sieht nun konkret die erziehung im säuglingsalter aus? das würde mich brennend interessieren, weil werde bald auch mama,hoffentlich(risikoschwangerschaft)!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

