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	<title>Kommentare zu: Schädliche Entscheidungen</title>
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	<description>Respektvoller Umgang mit Kindern</description>
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		<title>Von: unerzogen.de Artikel - Kein Zweck heiligt Erziehung</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/comment-page-1/#comment-12976</link>
		<dc:creator>unerzogen.de Artikel - Kein Zweck heiligt Erziehung</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 21:17:14 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Michi schrieb unter anderen diesen Kommentar und meine Antwort ist schon wieder eigentlich ein anderes Thema und auch wieder so lang geworden, dass ich sie als Artikel eintrage. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Michi schrieb unter anderen diesen Kommentar und meine Antwort ist schon wieder eigentlich ein anderes Thema und auch wieder so lang geworden, dass ich sie als Artikel eintrage. [...]</p>
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		<title>Von: unerzogen.de Artikel - Kein Zweck heiligt Erziehung</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/comment-page-1/#comment-12975</link>
		<dc:creator>unerzogen.de Artikel - Kein Zweck heiligt Erziehung</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 21:07:00 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Ein Kommentaraustausch zum Beitrag über die Entscheidungsfreiheit des Kindes zog diesen Beitrag nach sich, woraufhin wieder viele Kommentare hinterlassen wurden. Vielen Dank dafür – es ist schön, Rückmeldungen zu lesen, um den Dialog aufrecht zu erhalten. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ein Kommentaraustausch zum Beitrag über die Entscheidungsfreiheit des Kindes zog diesen Beitrag nach sich, woraufhin wieder viele Kommentare hinterlassen wurden. Vielen Dank dafür – es ist schön, Rückmeldungen zu lesen, um den Dialog aufrecht zu erhalten. [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Michi</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/comment-page-1/#comment-12972</link>
		<dc:creator>Michi</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 10:45:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/#comment-12972</guid>
		<description>Ich hatte das Thema nochmal intensiv mit meinem Mann diskutiert, der eindeutig der Intuitivere von uns beiden ist. Er hat damat auch Bauchschmerzen, weil er erstens sagt, dass Nicht-Erziehung einfach unnatürlich ist (jedes im Rudel / in einer Herde lebende Säugetier erzieht seine Nachkommen) und zweitens weil es einfach Dinge gibt, die eben schädlich sind und Punkt. Da kann man dann auch nichts ausprobieren, um eine etwas &quot;weniger schädliche Art&quot; zu erreichen. Er machte das am Beispiel von &quot;crack&quot; deutlich. Der einmalige Konsum von Crack kann (ja, nur kann, nicht muss!) schon zur Abhängigkeit führen. Wie verhalte ich mich da als Eltern, wenn mein kKind das mal ausprobieren möchte? Sicherlich ist das nun ein extremes Beispiel und Johannas Erfahrung mit der Zähneputzweigerung zeigt ja klar, dass man durchaus auch mal Risiken eingehen kann, ohne dass es zu schlimmen (Langzeit-) Folgen kommen muss. 

Mein Mann fragte aber zu Recht (wie sanne jetzt auch): Muss man wirklich das Rad jedes Mal neu erfinden um festzustellen, dass es rund ist? Wieso kann man nicht einfach auf bisher gesicherten (GESICHERTEN !) Erkennissen aufbauen und sie für sich nutzen, anstatt sie destruktiv zu zerreden?
Hinterfragen und Witerbilden ist sicherlich gut. Stillstand ist Rückschritt. Aber wenn Hinterfragen als Mittel zum Anzweifeln von gesichertern Erkenntnissen genommen wird, dann ist es meiner Ansich nach destruktiv.

Es ist diese ART der Fragen, die mich stört. Johanna schreibt z.B: &quot;Ja, aber angenommen, die Gehirne der Erwachsenen und Kinder reifen gleichermaßen stetig im Laufe der Zeit, ohne nennenswerten Unterschied, dann wäre es sinnlos, Fernsehkonsum den einen zu untersagen bzw. einzuschränken, und den anderen nicht. Kommt also beim Hinterfragen heraus, dass es doch nicht so absolut ist, wie zunächst angenommen/gelesen, zieht das Argument einfach nicht mehr.&quot; 
Stimmt, wenn man das so annähme, dann hätte sie streng genommen Recht. Doch da diese Annahme hinfällig ist, weil sie eben anderweitig bewiesen wurde (Kinder- und Erwachsenengehirne reifen eben NICHT gleichermaßen stetig im Laufe der Zeit), dann ist das Auseinandersetzen damit für mich einfach nur ermüdend, ablenkend und destruktiv.

Ich vermisse hier den kontruktiven Ansatz und fände dieses Konzept wesentlich ansprecheden wenn man sagen würde: OK, es gibt einige gesicherte Erkentnisse, die sich mit diesem Konzept nicht so ganz vertragen. Wie gehen wir damit um? Wie reagieren wir im Alltag mit unseren Kindern darauf? Ist es uns egal, dass es unsere Kinder schädigen kann oder gehen wir das Risiko bewusst ein, weil wir zur Erkenntnis gekommen sind, dass das Risiko eh sehr gering ist (Kariesgefahr) oder entwickeln wir daraus einen Plan B, weil auch wir unsere Kinder nicht solchen Gefahren aussetzen wollen (Crack).
Einfach nur etwas anzuzweifeln, weil es nicht ins Konzept passt, zeugt für mich nicht von pädagogischem Wert. Genauso könnte ich auch den Effekt dieses Konzeptes anzweifeln und zerreden. Doch was käme dabei raus? - nichts Konstruktives, denke ich. Sanne hat meine wirren Gedanken dazu wunderbar mit Beispielen beschrieben:
&quot;Weißt Du auch, dass man tot sein kann, wenn man über ne Straße läuft? Warum lebst Du dann noch? Oder glaubst Du nur das. was man Dir diesbezüglich gesagt hat?&quot;

Viele Grüße,
Michi</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte das Thema nochmal intensiv mit meinem Mann diskutiert, der eindeutig der Intuitivere von uns beiden ist. Er hat damat auch Bauchschmerzen, weil er erstens sagt, dass Nicht-Erziehung einfach unnatürlich ist (jedes im Rudel / in einer Herde lebende Säugetier erzieht seine Nachkommen) und zweitens weil es einfach Dinge gibt, die eben schädlich sind und Punkt. Da kann man dann auch nichts ausprobieren, um eine etwas &#8220;weniger schädliche Art&#8221; zu erreichen. Er machte das am Beispiel von &#8220;crack&#8221; deutlich. Der einmalige Konsum von Crack kann (ja, nur kann, nicht muss!) schon zur Abhängigkeit führen. Wie verhalte ich mich da als Eltern, wenn mein kKind das mal ausprobieren möchte? Sicherlich ist das nun ein extremes Beispiel und Johannas Erfahrung mit der Zähneputzweigerung zeigt ja klar, dass man durchaus auch mal Risiken eingehen kann, ohne dass es zu schlimmen (Langzeit-) Folgen kommen muss. </p>
<p>Mein Mann fragte aber zu Recht (wie sanne jetzt auch): Muss man wirklich das Rad jedes Mal neu erfinden um festzustellen, dass es rund ist? Wieso kann man nicht einfach auf bisher gesicherten (GESICHERTEN !) Erkennissen aufbauen und sie für sich nutzen, anstatt sie destruktiv zu zerreden?<br />
Hinterfragen und Witerbilden ist sicherlich gut. Stillstand ist Rückschritt. Aber wenn Hinterfragen als Mittel zum Anzweifeln von gesichertern Erkenntnissen genommen wird, dann ist es meiner Ansich nach destruktiv.</p>
<p>Es ist diese ART der Fragen, die mich stört. Johanna schreibt z.B: &#8220;Ja, aber angenommen, die Gehirne der Erwachsenen und Kinder reifen gleichermaßen stetig im Laufe der Zeit, ohne nennenswerten Unterschied, dann wäre es sinnlos, Fernsehkonsum den einen zu untersagen bzw. einzuschränken, und den anderen nicht. Kommt also beim Hinterfragen heraus, dass es doch nicht so absolut ist, wie zunächst angenommen/gelesen, zieht das Argument einfach nicht mehr.&#8221; <br />
Stimmt, wenn man das so annähme, dann hätte sie streng genommen Recht. Doch da diese Annahme hinfällig ist, weil sie eben anderweitig bewiesen wurde (Kinder- und Erwachsenengehirne reifen eben NICHT gleichermaßen stetig im Laufe der Zeit), dann ist das Auseinandersetzen damit für mich einfach nur ermüdend, ablenkend und destruktiv.</p>
<p>Ich vermisse hier den kontruktiven Ansatz und fände dieses Konzept wesentlich ansprecheden wenn man sagen würde: OK, es gibt einige gesicherte Erkentnisse, die sich mit diesem Konzept nicht so ganz vertragen. Wie gehen wir damit um? Wie reagieren wir im Alltag mit unseren Kindern darauf? Ist es uns egal, dass es unsere Kinder schädigen kann oder gehen wir das Risiko bewusst ein, weil wir zur Erkenntnis gekommen sind, dass das Risiko eh sehr gering ist (Kariesgefahr) oder entwickeln wir daraus einen Plan B, weil auch wir unsere Kinder nicht solchen Gefahren aussetzen wollen (Crack).<br />
Einfach nur etwas anzuzweifeln, weil es nicht ins Konzept passt, zeugt für mich nicht von pädagogischem Wert. Genauso könnte ich auch den Effekt dieses Konzeptes anzweifeln und zerreden. Doch was käme dabei raus? &#8211; nichts Konstruktives, denke ich. Sanne hat meine wirren Gedanken dazu wunderbar mit Beispielen beschrieben:<br />
&#8220;Weißt Du auch, dass man tot sein kann, wenn man über ne Straße läuft? Warum lebst Du dann noch? Oder glaubst Du nur das. was man Dir diesbezüglich gesagt hat?&#8221;</p>
<p>Viele Grüße,<br />
Michi</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: sanne</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/comment-page-1/#comment-12950</link>
		<dc:creator>sanne</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 10:23:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/#comment-12950</guid>
		<description>immer wieder sehr interressant, diese Ausführungen zu lesen.

Leider sind mir gerade oft Johannas Aussagen zu lang, und auch tu extrem.
Gerade das beharren auf &quot;Wissen&quot; hat mich fast daran gehindert, weiter zu lesen: was weiß man/frau/kind schon????
gibts Gott?
Ist die Welt wirklich rund? dreht sich um die Sonne?????? Hast Du das nur gelesen? Oder weißt Du es?
Weißt Du auch, dass man tot sein kann, wenn man über ne Straße läuft? Warum lebst Du dann noch? Oder glaubst Du nur das. was man Dir diesbezüglich gesagt hat?

Nein, nicht jedes Wissen und nicht jede eRFAHRUNG MUSS MAN SELBST MACHEN; MAN MUSS NICHT ERST DAS rAD ERFINDEN UM MIT SELBIGEM ZU FAHREN; MAN KANN EINEN cOMPUTER BENUTZEN OHNE ZU WISSEN; WIE GENAU ER FUNKTIONIERT:( sorry für die Großschreibung, falsche Taste....)

irgendwie gehen mir positiv-Beispiele ab, ich kenn nur ein unerzogenes Kind, und das schubst andere Kinder von 2Meter höhen Klettergerüsten runter. Lieber erzogen?

Michi, danke für die Ausführungen, stimmen auch mich versöhnlicher!

glg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>immer wieder sehr interressant, diese Ausführungen zu lesen.</p>
<p>Leider sind mir gerade oft Johannas Aussagen zu lang, und auch tu extrem.<br />
Gerade das beharren auf &#8220;Wissen&#8221; hat mich fast daran gehindert, weiter zu lesen: was weiß man/frau/kind schon????<br />
gibts Gott?<br />
Ist die Welt wirklich rund? dreht sich um die Sonne?????? Hast Du das nur gelesen? Oder weißt Du es?<br />
Weißt Du auch, dass man tot sein kann, wenn man über ne Straße läuft? Warum lebst Du dann noch? Oder glaubst Du nur das. was man Dir diesbezüglich gesagt hat?</p>
<p>Nein, nicht jedes Wissen und nicht jede eRFAHRUNG MUSS MAN SELBST MACHEN; MAN MUSS NICHT ERST DAS rAD ERFINDEN UM MIT SELBIGEM ZU FAHREN; MAN KANN EINEN cOMPUTER BENUTZEN OHNE ZU WISSEN; WIE GENAU ER FUNKTIONIERT:( sorry für die Großschreibung, falsche Taste&#8230;.)</p>
<p>irgendwie gehen mir positiv-Beispiele ab, ich kenn nur ein unerzogenes Kind, und das schubst andere Kinder von 2Meter höhen Klettergerüsten runter. Lieber erzogen?</p>
<p>Michi, danke für die Ausführungen, stimmen auch mich versöhnlicher!</p>
<p>glg</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michi</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/comment-page-1/#comment-12837</link>
		<dc:creator>Michi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 22:10:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/#comment-12837</guid>
		<description>Liebe Johanna,

ich danke Dir für die Mühe, die Du Dir mit der Beantwortung meiner Fragen gemacht hast. Ich mag jetzt nicht auf jeden einzelnen Absatz eingehen, weil dann wirklich nur noch gestückelte Brocken übrig sind, bei denen dann der Zusammenhang fehlt.

Kurz zur Beantwortung der Frage, ob ich sicher WEIß, dass TV-Konsum Gehirnschäden anrichten kann, oder ob ich nur etwas nachplappere: Ich habe den Spitzer &quot;Vorsicht Bildschirm&quot; komplett gelesen und finde sein Buch sehr überzeugend. Da werden auch ganz akribisch Meta-Studien ausgewertet, die auch Längs- und Querstudien aus unterschiedlichen Ländern beinhalten. Für mich ist das alles sehr, sehr schlüssig. Vor allem auch deshalb, weil er nicht nur mit Phrasen und Thesen um sich schmeißt, sondern weil er als Neurologe auch wunderbar erklären und sogar schlüssig beweisen kann, wie ein Gehirn überhaupt &quot;lernt&quot; und sich schließlich die Abstraktionsfähigkeit entwickelt.
Natürlich mag es einen Einfluss haben, ob solche Studien an erzogenen oder nicht-erzogenen Kindern durchgeführt werden. Dennoch gibt es aber schon einen gemeinsamen Nenner, denn das Gehirn entwickelt sich vom Grundsatz her gleich.

Hast Du das Buch eigentlich gelesen? Wenn ja, dann kann ich mir ja meine ganzen Ausführungen sparen ;-)

Auch habe ich festgestellt, dass wenn mein Kleiner TV guckt (weil seine größere Schwester guckt), er dann tatsächlich relativ schnell &quot;körperlich&quot; wird und eher auf Krawall gebürstet ist. Sie gucken dabei Filme wie &quot;Raupe Nimmersatt&quot;, also etwas ganz harmloses und dennoch hat das so eine starke Wirkung auf ihn. Aber vielleicht liegt das ja auch nur an meiner Erziehung... ? ;-)

Ich danke Dir für die ganzen Punkte, die Du angeführt hast und die ein ziemlich weites Spektrum abdecken. Ich konnte viel daraus für mich mitnehmen :-)

Ich habe meine Beispiele (Scholokade bei ND und Schulwahl) einfach frei erfunden. Es geht dabei nicht um meine eigenen Kinder, es waren lediglich Beispiele, um rauszukriegen, wie man als Nicht-Erzieher solche Situationen handelt.
Ich wurde von jemand anderem auf diese Seite hier aufmerksam gemacht und wir hatten heftige Diskussionen darüber, ob und wann ein Elternteil eingreifen muss. Ich vertrat die Ansicht, dass man schon eingreifen muss, wenn es um negative Langzeitfolgen geht, die meiner Ansicht nach durch ein Klein- oder Vorschulkind noch nicht abzusehen sind, wogegen meine Diskussionspartnerin die Ansicht vertrat, dass man dem Kind nur vertrauen müsse und es dadurch dann völlig unmöglich sei, dass das Kind für etwas &quot;falsches&quot; = schädliches entscheidet.

Ich habe mich sehr damit auseinandergesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich bei jeder &quot;größeren&quot; Entscheidung hinterfrage, wie groß die Chance / das Risiko für etwas ist. Und wenn ich selbst die Schäden für übermäßigen TV-Komsum höher einschätze, als jemand anderes, dann ist es eben so. Ich habe meine Gründe für meine Einschätzung und darauf basiere ich dann meine Entscheidung oder eben auch Nicht-Entscheidung.

Möglicherweise hatte meine Diskussionspartnerin auch nur eine eigene Auslegung des &quot;Nicht-Erziehens&quot;, jedenfalls sehe ich an Deinen Ausführungen, dass es doch nicht so absulut ist, wie ihre Ausführungen auf mich wirkten.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich vermutlich mehr &quot;nicht-erziehe&quot;, als mir vorher bewusst war. Ich halte es da sehr mit Jesper Juul, der ja eine GLEICHWÜRDIGE (nicht gleichwertige oder demokratische - da unterscheidet er sehr stark!) Erziehung propagiert. Mit diesem Stil kann ich mich sehr gut identifizieren, weil darin meine Vorstellung von &quot;Kinder sind respektvoll zu behandeln&quot; sowie die elterliche Fürsorgepflicht samt der Verantwortung, für das Kind zu entscheiden, wenn ich meine, dass es die Langzeitfolgen nicht absehen kann, prima miteinander vereinbar sind. Auch gefällt es mir sehr, dass Juul die Verantworung immer bei den Eltern sieht, sie also quasi als Leitfiguren versteht. Und es leuchtet mir ein, dass Kinder überfordert werden, wenn sie Entscheidungen treffen sollen, die sie aufgrund ihrer Reife noch gar nicht treffen können. Er schreibt da etwas sehr Interessantes zu dem &quot;gleichwertigen und demoratischen&quot; Erziehungsstil.

Zwei Kritikpunkte möchte ich aber ganz zum Schluss äußern:
Der Tenor dieser Seite ist für mich manchmal etwas &quot;zu offensiv&quot;. Mir kommt es so vor, als würde nur die &quot;Nicht-Erziehung&quot; die Würde des Kindes wahren und alles andere ist eben Erziehung = kind-unwürdig.
Auch habe ich den Eindruck gewonnen, dass alles, was die Nicht-Erziehung in Frage stellen könnte, erstmal angezweifelt wird. Ich zitiere jetzt aus Deinem obigen Beitrag &quot;Das würde ich erst Mal anzweifeln. Ich selbst kann darüber keine sichere Aussage machen, weil ich es nicht weiß.&quot; Du sagst selbst, dass Du es nicht weißt, zweifelst es aber trotzdem an. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Erwachsene zwar immer noch lernfähig sind, Kindergehirne sich aber wesentlich schneller und intensiver entwickeln (Stichwort: Zeitfenster) und dadurch auch viel stärken auf irgendwas geprägt werden können. 

Jedenfalls finde ich diese absolute Ablehnung von Erziehung per se schade, denn selbst die Erziehung bietet eine wahnsinnige Spannbreite an Nuancen. Dass man ein Kind beschimpft, bestraft oder zu irgendetwas zwingt oder es manipuliert, ist sicherlich schon ziemlich weit auf der einen (negativeren) Seite der Skala angesiedelt.
Doch man kann auch die Würde des Kindes wahren, seine Wünsche und Bedürfnisse respektieren, es anhören und ernst nehmen und ihm viele Entscheidungen überlassen, ohne dass man deshalb nun &quot;nicht-erziehen&quot; muss. Mit so einem wie eben beschriebenen Stil befindet man sich dann auf der anderen (positiveren) Seite der Skala und doch &quot;erzieht&quot; man, weil man doch hin und wieder mal für das Kind entscheidet, möglicherweise sogar auch mal gegen den Willen des Kindes.

Auch dank dieser Seite und Deiner Ausführungen habe ich meinen Stil gefunden bzw. weiß jetzt, wo in etwa er auf der Skala der Extreme angesiedelt ist. Dadurch kann ich mich besser einschätzen und weiß klarer, was ich möchte und auch was ich NICHT möchte.
Nicht-Erziehung ist für mich keine echte Option, aber ich bin im Grunde schon dichter dran, als ich ursprünglich dachte. Es gibt aber 1-2 Punkte, die so gravierend sind, dass ich mich bewusst gegen die Nicht-Erziehung entschieden habe.

Ich danke Dir, Johanna, dafür, das sich mich durch Dich damit noch intensiver auseinander setzen konnte und dadurch ein besseres Gefühl für meine Art der Erziehung gewinnen konnte :-)

Herzliche Grüße,
Michi, die auch nur ein Mensch ist und ihren Kindern nicht immer und jederzeit eine anregende Umgebung bieten kann und die deshalb den TV-Konsum ihrer Kinder auch weiterhin maßregelt ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Johanna,</p>
<p>ich danke Dir für die Mühe, die Du Dir mit der Beantwortung meiner Fragen gemacht hast. Ich mag jetzt nicht auf jeden einzelnen Absatz eingehen, weil dann wirklich nur noch gestückelte Brocken übrig sind, bei denen dann der Zusammenhang fehlt.</p>
<p>Kurz zur Beantwortung der Frage, ob ich sicher WEIß, dass TV-Konsum Gehirnschäden anrichten kann, oder ob ich nur etwas nachplappere: Ich habe den Spitzer &#8220;Vorsicht Bildschirm&#8221; komplett gelesen und finde sein Buch sehr überzeugend. Da werden auch ganz akribisch Meta-Studien ausgewertet, die auch Längs- und Querstudien aus unterschiedlichen Ländern beinhalten. Für mich ist das alles sehr, sehr schlüssig. Vor allem auch deshalb, weil er nicht nur mit Phrasen und Thesen um sich schmeißt, sondern weil er als Neurologe auch wunderbar erklären und sogar schlüssig beweisen kann, wie ein Gehirn überhaupt &#8220;lernt&#8221; und sich schließlich die Abstraktionsfähigkeit entwickelt.<br />
Natürlich mag es einen Einfluss haben, ob solche Studien an erzogenen oder nicht-erzogenen Kindern durchgeführt werden. Dennoch gibt es aber schon einen gemeinsamen Nenner, denn das Gehirn entwickelt sich vom Grundsatz her gleich.</p>
<p>Hast Du das Buch eigentlich gelesen? Wenn ja, dann kann ich mir ja meine ganzen Ausführungen sparen ;<del>)</del></p>
<p>Auch habe ich festgestellt, dass wenn mein Kleiner TV guckt (weil seine größere Schwester guckt), er dann tatsächlich relativ schnell &#8220;körperlich&#8221; wird und eher auf Krawall gebürstet ist. Sie gucken dabei Filme wie &#8220;Raupe Nimmersatt&#8221;, also etwas ganz harmloses und dennoch hat das so eine starke Wirkung auf ihn. Aber vielleicht liegt das ja auch nur an meiner Erziehung&#8230; ? ;)</p>
<p>Ich danke Dir für die ganzen Punkte, die Du angeführt hast und die ein ziemlich weites Spektrum abdecken. Ich konnte viel daraus für mich mitnehmen :-)</p>
<p>Ich habe meine Beispiele (Scholokade bei ND und Schulwahl) einfach frei erfunden. Es geht dabei nicht um meine eigenen Kinder, es waren lediglich Beispiele, um rauszukriegen, wie man als Nicht-Erzieher solche Situationen handelt.<br />
Ich wurde von jemand anderem auf diese Seite hier aufmerksam gemacht und wir hatten heftige Diskussionen darüber, ob und wann ein Elternteil eingreifen muss. Ich vertrat die Ansicht, dass man schon eingreifen muss, wenn es um negative Langzeitfolgen geht, die meiner Ansicht nach durch ein Klein- oder Vorschulkind noch nicht abzusehen sind, wogegen meine Diskussionspartnerin die Ansicht vertrat, dass man dem Kind nur vertrauen müsse und es dadurch dann völlig unmöglich sei, dass das Kind für etwas &#8220;falsches&#8221; = schädliches entscheidet.</p>
<p>Ich habe mich sehr damit auseinandergesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich bei jeder &#8220;größeren&#8221; Entscheidung hinterfrage, wie groß die Chance / das Risiko für etwas ist. Und wenn ich selbst die Schäden für übermäßigen TV-Komsum höher einschätze, als jemand anderes, dann ist es eben so. Ich habe meine Gründe für meine Einschätzung und darauf basiere ich dann meine Entscheidung oder eben auch Nicht-Entscheidung.</p>
<p>Möglicherweise hatte meine Diskussionspartnerin auch nur eine eigene Auslegung des &#8220;Nicht-Erziehens&#8221;, jedenfalls sehe ich an Deinen Ausführungen, dass es doch nicht so absulut ist, wie ihre Ausführungen auf mich wirkten.</p>
<p>Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich vermutlich mehr &#8220;nicht-erziehe&#8221;, als mir vorher bewusst war. Ich halte es da sehr mit Jesper Juul, der ja eine GLEICHWÜRDIGE (nicht gleichwertige oder demokratische &#8211; da unterscheidet er sehr stark!) Erziehung propagiert. Mit diesem Stil kann ich mich sehr gut identifizieren, weil darin meine Vorstellung von &#8220;Kinder sind respektvoll zu behandeln&#8221; sowie die elterliche Fürsorgepflicht samt der Verantwortung, für das Kind zu entscheiden, wenn ich meine, dass es die Langzeitfolgen nicht absehen kann, prima miteinander vereinbar sind. Auch gefällt es mir sehr, dass Juul die Verantworung immer bei den Eltern sieht, sie also quasi als Leitfiguren versteht. Und es leuchtet mir ein, dass Kinder überfordert werden, wenn sie Entscheidungen treffen sollen, die sie aufgrund ihrer Reife noch gar nicht treffen können. Er schreibt da etwas sehr Interessantes zu dem &#8220;gleichwertigen und demoratischen&#8221; Erziehungsstil.</p>
<p>Zwei Kritikpunkte möchte ich aber ganz zum Schluss äußern:<br />
Der Tenor dieser Seite ist für mich manchmal etwas &#8220;zu offensiv&#8221;. Mir kommt es so vor, als würde nur die &#8220;Nicht-Erziehung&#8221; die Würde des Kindes wahren und alles andere ist eben Erziehung = kind-unwürdig.<br />
Auch habe ich den Eindruck gewonnen, dass alles, was die Nicht-Erziehung in Frage stellen könnte, erstmal angezweifelt wird. Ich zitiere jetzt aus Deinem obigen Beitrag &#8220;Das würde ich erst Mal anzweifeln. Ich selbst kann darüber keine sichere Aussage machen, weil ich es nicht weiß.&#8221; Du sagst selbst, dass Du es nicht weißt, zweifelst es aber trotzdem an. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Erwachsene zwar immer noch lernfähig sind, Kindergehirne sich aber wesentlich schneller und intensiver entwickeln (Stichwort: Zeitfenster) und dadurch auch viel stärken auf irgendwas geprägt werden können. </p>
<p>Jedenfalls finde ich diese absolute Ablehnung von Erziehung per se schade, denn selbst die Erziehung bietet eine wahnsinnige Spannbreite an Nuancen. Dass man ein Kind beschimpft, bestraft oder zu irgendetwas zwingt oder es manipuliert, ist sicherlich schon ziemlich weit auf der einen (negativeren) Seite der Skala angesiedelt.<br />
Doch man kann auch die Würde des Kindes wahren, seine Wünsche und Bedürfnisse respektieren, es anhören und ernst nehmen und ihm viele Entscheidungen überlassen, ohne dass man deshalb nun &#8220;nicht-erziehen&#8221; muss. Mit so einem wie eben beschriebenen Stil befindet man sich dann auf der anderen (positiveren) Seite der Skala und doch &#8220;erzieht&#8221; man, weil man doch hin und wieder mal für das Kind entscheidet, möglicherweise sogar auch mal gegen den Willen des Kindes.</p>
<p>Auch dank dieser Seite und Deiner Ausführungen habe ich meinen Stil gefunden bzw. weiß jetzt, wo in etwa er auf der Skala der Extreme angesiedelt ist. Dadurch kann ich mich besser einschätzen und weiß klarer, was ich möchte und auch was ich NICHT möchte.<br />
Nicht-Erziehung ist für mich keine echte Option, aber ich bin im Grunde schon dichter dran, als ich ursprünglich dachte. Es gibt aber 1-2 Punkte, die so gravierend sind, dass ich mich bewusst gegen die Nicht-Erziehung entschieden habe.</p>
<p>Ich danke Dir, Johanna, dafür, das sich mich durch Dich damit noch intensiver auseinander setzen konnte und dadurch ein besseres Gefühl für meine Art der Erziehung gewinnen konnte :-)</p>
<p>Herzliche Grüße,<br />
Michi, die auch nur ein Mensch ist und ihren Kindern nicht immer und jederzeit eine anregende Umgebung bieten kann und die deshalb den TV-Konsum ihrer Kinder auch weiterhin maßregelt ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Johanna</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/comment-page-1/#comment-12834</link>
		<dc:creator>Johanna</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 23:11:07 +0000</pubDate>
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		<description>Danke, Roma, für deine Erläuterung. 

Als Erwachsene hast du das Recht, deine Lunge und dadurch dein Leben durch Rauchen zu schädigen. Du kannst dadurch sogar deine Familie in Gefahr bringen, z.B. dadurch, dass du stirbst oder Kosten verursachst, durch Passivrauchen etc. Dich soll dann aber auch keiner zwingen, sondern das wollen Erwachsene selbst entscheiden. 

Es ist kein astreiner Vergleich, bei Kindern empfindet man das irgendwie &quot;anders&quot; -- ich weiß. Trotzdem, ganz theoretisch: warum darf das ein Kind nicht selbst über sich entscheiden? Warum müssten Millionen Menschen durch Erziehung fremdbestimmt und zwangsgeschädigt werden, im Gegensatz dazu, dass der eine oder andere junge Mensch eine dumme Entscheidung trifft? 

Wie gesagt, ich stelle das nur theoretisch in den Raum, denn praktisch habe ich natürlich auch Sorge um das Wohlergehen meiner Kinder. Und wenn ich nun Mal Sorge habe, dass ihr Gehirn geschädigt wird, dann hab ich gar nicht erst so ein diabolisches Ding im Haus, oder ich sorge dafür, dass genügend Anregung vorhanden ist. Ich kann schon nachvollziehen, wie man auf die Idee kommt, dass Kinder &quot;nur noch vor der Glotze hängen, wenn man sie lässt&quot; – aber die Praxis, also das nicht von Manfred Spitzer einfach nachgeplapperte, sieht so aus: Kinder, die frei fernsehen dürfen, so viel sie wollen, *und* die eine anregende Umgebung vorfinden sowie unterstützende Familienmitglieder oder Freunde um sich herum haben, mit denen Sie spannende Dinge erleben können, ziehen die doofe Flimmerkiste den echten Interaktionen *nicht* vor -- es sei denn, ihnen wurden die paar Wochen oder Tage oder welcher Zeitraum auch immer nicht gewährt, die sie Mal zwischendurch brauchten, um dieses spannende Medium intensiv kennen zu lernen oder, ihnen wurde präventiv schon von vorne herein ein verkorkster Umgang damit nahe gebracht (durch Restriktion). 

Meine Kinder haben zwar Mal solche intensiven Phasen, aber selbst dann ziehen sie *immer* menschliche Interaktion vor. Das Problem scheint eher zu sein, dass man --  dazu gehören wir auch -- manchmal einfach keine Zeit, keine Lust, kein Au-Pair, keine Betreuung, keine Freunde, keine Großfamilie, kein Dorf, keine Nachbarn, keine Entspannung .... etc. hat, um dem Kind eine optimale Umgebung (d.h. zum Beispiel mit genügend Kontaktpersonen) bieten zu können. Dann ist doch aber nicht das *Fernsehen* oder die drohende Schädigung das Problem -- und es kann schon gar nicht sein, dass diesem Problem dann mit Fernsehverbot begegnet wird, weil das nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun hat. 

Es ist fürwahr traurig, dass ein Kind sich aus mangelnden Möglichkeiten oder Kontaktpersonen zum Fernseher wenden muss. Diese dramatische Situation ändert sich aber nicht, nur weil der Fernseher weg ist, und wird schon gar nicht besser, wenn noch Zwang oder Erziehung hinzu kommt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, Roma, für deine Erläuterung. </p>
<p>Als Erwachsene hast du das Recht, deine Lunge und dadurch dein Leben durch Rauchen zu schädigen. Du kannst dadurch sogar deine Familie in Gefahr bringen, z.B. dadurch, dass du stirbst oder Kosten verursachst, durch Passivrauchen etc. Dich soll dann aber auch keiner zwingen, sondern das wollen Erwachsene selbst entscheiden. </p>
<p>Es ist kein astreiner Vergleich, bei Kindern empfindet man das irgendwie &#8220;anders&#8221;&#8212;ich weiß. Trotzdem, ganz theoretisch: warum darf das ein Kind nicht selbst über sich entscheiden? Warum müssten Millionen Menschen durch Erziehung fremdbestimmt und zwangsgeschädigt werden, im Gegensatz dazu, dass der eine oder andere junge Mensch eine dumme Entscheidung trifft? </p>
<p>Wie gesagt, ich stelle das nur theoretisch in den Raum, denn praktisch habe ich natürlich auch Sorge um das Wohlergehen meiner Kinder. Und wenn ich nun Mal Sorge habe, dass ihr Gehirn geschädigt wird, dann hab ich gar nicht erst so ein diabolisches Ding im Haus, oder ich sorge dafür, dass genügend Anregung vorhanden ist. Ich kann schon nachvollziehen, wie man auf die Idee kommt, dass Kinder &#8220;nur noch vor der Glotze hängen, wenn man sie lässt&#8221; – aber die Praxis, also das nicht von Manfred Spitzer einfach nachgeplapperte, sieht so aus: Kinder, die frei fernsehen dürfen, so viel sie wollen, <strong>und</strong> die eine anregende Umgebung vorfinden sowie unterstützende Familienmitglieder oder Freunde um sich herum haben, mit denen Sie spannende Dinge erleben können, ziehen die doofe Flimmerkiste den echten Interaktionen <strong>nicht</strong> vor&#8212;es sei denn, ihnen wurden die paar Wochen oder Tage oder welcher Zeitraum auch immer nicht gewährt, die sie Mal zwischendurch brauchten, um dieses spannende Medium intensiv kennen zu lernen oder, ihnen wurde präventiv schon von vorne herein ein verkorkster Umgang damit nahe gebracht (durch Restriktion). </p>
<p>Meine Kinder haben zwar Mal solche intensiven Phasen, aber selbst dann ziehen sie <strong>immer</strong> menschliche Interaktion vor. Das Problem scheint eher zu sein, dass man&#8212; dazu gehören wir auch&#8212;manchmal einfach keine Zeit, keine Lust, kein Au-Pair, keine Betreuung, keine Freunde, keine Großfamilie, kein Dorf, keine Nachbarn, keine Entspannung &#8230;. etc. hat, um dem Kind eine optimale Umgebung (d.h. zum Beispiel mit genügend Kontaktpersonen) bieten zu können. Dann ist doch aber nicht das <strong>Fernsehen</strong> oder die drohende Schädigung das Problem&#8212;und es kann schon gar nicht sein, dass diesem Problem dann mit Fernsehverbot begegnet wird, weil das nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun hat. </p>
<p>Es ist fürwahr traurig, dass ein Kind sich aus mangelnden Möglichkeiten oder Kontaktpersonen zum Fernseher wenden muss. Diese dramatische Situation ändert sich aber nicht, nur weil der Fernseher weg ist, und wird schon gar nicht besser, wenn noch Zwang oder Erziehung hinzu kommt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Johanna</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/comment-page-1/#comment-12833</link>
		<dc:creator>Johanna</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 22:45:44 +0000</pubDate>
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		<description>[*Edit*: Mir ist im Nachhinein aufgefallen, dass es dir ja eigentlich um schädliche Auswirkungen geht, die sich erst Jahre später auswirken können. Wenn du dir so sicher bist, dass diese Jahre später auch eintreten werden -- dann wirst du wohl entsprechend handeln. Nichterzieher würden sich wohl noch Mal doppelt und dreifach erkundigen, ob diese Wirkungen tatsächlich zu erwarten sind, wie man diese minimieren kann etc. Und natürlich handelt es sich um die Erziehungsschäden ganz genauso um mitunter erst viel später sichtbare, manchmal sehr schwer widerrufliche Folgen... In deinem Beispiel sind es allerdings doch recht unmittelbare, überprüfbare Folgen (Alprträume, Aggressivität), außer die schwache Konzentrationsfähigkeit, die wohl erst in der Zukunft auftreten soll.]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Edit</strong>: Mir ist im Nachhinein aufgefallen, dass es dir ja eigentlich um schädliche Auswirkungen geht, die sich erst Jahre später auswirken können. Wenn du dir so sicher bist, dass diese Jahre später auch eintreten werden&#8212;dann wirst du wohl entsprechend handeln. Nichterzieher würden sich wohl noch Mal doppelt und dreifach erkundigen, ob diese Wirkungen tatsächlich zu erwarten sind, wie man diese minimieren kann etc. Und natürlich handelt es sich um die Erziehungsschäden ganz genauso um mitunter erst viel später sichtbare, manchmal sehr schwer widerrufliche Folgen&#8230; In deinem Beispiel sind es allerdings doch recht unmittelbare, überprüfbare Folgen (Alprträume, Aggressivität), außer die schwache Konzentrationsfähigkeit, die wohl erst in der Zukunft auftreten soll.]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: roma</title>
		<link>http://www.unerzogen.de/fernsehen/2009/02/02/schadliche-entscheidungen/comment-page-1/#comment-12827</link>
		<dc:creator>roma</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 09:27:39 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Das würde ich erst Mal anzweifeln. Ich selbst kann darüber keine sichere Aussage machen, weil ich es nicht weiß. Weißt du es? Woher? Ist es “nachgeplappert” – oder hast du diese Erfahrung wirklich selbst gemacht? Wie hast du dein “Wissen” darüber überprüft?&quot;

Manfred Spitzer, Lernen, und auch wenn ich ihn ansonsten nicht so sehr schätze und seine Erläuterungen zum Fernsehen meines Erachtens sogar den Rest seiner hervorragenden Forschung widersprechen, beschreibt er die Wachstumsphasen des Hirns und seiner Vernetzung sehr schlüssig, mit Belegen, Experimenten, Studien etc.pp 

lg - roma</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Das würde ich erst Mal anzweifeln. Ich selbst kann darüber keine sichere Aussage machen, weil ich es nicht weiß. Weißt du es? Woher? Ist es “nachgeplappert” – oder hast du diese Erfahrung wirklich selbst gemacht? Wie hast du dein “Wissen” darüber überprüft?&#8221;</p>
<p>Manfred Spitzer, Lernen, und auch wenn ich ihn ansonsten nicht so sehr schätze und seine Erläuterungen zum Fernsehen meines Erachtens sogar den Rest seiner hervorragenden Forschung widersprechen, beschreibt er die Wachstumsphasen des Hirns und seiner Vernetzung sehr schlüssig, mit Belegen, Experimenten, Studien etc.pp </p>
<p>lg &#8211; roma</p>
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