Kuscheln = müde

Johanna, 09.09.2006

Nach einer kleinen 2-tägigen Krise ab dem Tag nach meinem letzten Eintrag, ging es stets bergauf. Die Krise hatte damit zu tun, dass wir unsere Bedürfnisse zu weit zurück gesteckt haben und nicht wussten, dass wir den “schönen Abend” am Ende des Tages wirklich brauchen. Wir haben zwar weiterhin keine festen Bettzeiten, aber wir achten auf die Zeichen unserer Kinder, wann sie anfangen, müde zu werden und diese kehren mit gewisser Regelmäßigkeit wieder. Außerdem, weil unsere Tochter ja in die Schule muss und früh aufsteht, wird sie automatisch abends müde.

Bei ihr zeigt ihr täglicher Wunsch nach “kuscheln” eindeutig, dass sie müde ist, und sie weiß das mittlerweile selbst. Wir putzen gemeinsam Zähne, ich begleite sie ins Bett und wir kuscheln solange, wie eine von beiden keine Lust mehr hat. Ich versuche aber, auf ihre Bedürfnisse so weit es mir möglich ist einzugehen, auch wenn ich am liebsten chatten gehen will ;) Bislang konnten wir also trotzdem noch unsere Abende genießen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Familienleben sehr angenehm geworden ist. Wenn man keine Regeln hat, an die man sich halten muss, muss man auch nicht ständig kontrollieren und man muss sich auch nicht ständig darüber ärgern, wenn sie nicht eingehalten werden :) Klappt wunderbar bis jetzt, ich bin aber gespannt, was noch für Probleme auf uns zu kommen und hoffe natürlich diese meistern zu können.

Ich habe aber mehr und mehr das Gefühl, die Prinzipien von Unschooling weitestgehend verstanden zu haben und bin immer noch davon überzeugt.

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